Bois de Boulogne

Ges­tern Abend bin ich zum ers­ten Mal seit ich in Paris woh­ne Fahr­rad gefah­ren. In Sèv­res fand eine Geburs­tags­fei­er statt, etwa acht oder neun Kilo­me­ter ent­fernt. An einer Vélib-Sta­ti­on auf der Ave­nue Charles de Gaulles habe ich mir ein Leih­fahr­rad gemie­tet, bin in Rich­tung La Défen­se los­ge­fah­ren und weni­ge hun­dert Meter vor dem Pont de Neuil­ly in eine Stra­ße par­al­lel zur Sei­ne in Rich­tung Süd­en abge­bo­gen. Vor­bei an den letz­ten Wohn­häu­ser und Vil­len von Neuil­ly sur Sei­ne, ging die Stra­ße den äuße­ren Rand des Bois de Bou­lo­gne ent­lang grü­ner Wie­sen. An güns­ti­gen Stel­len konn­te ich im Gegen­licht der unter­ge­hen­den Son­ne die Paris umge­ben­den Hügel sehen, auf denen sich die Wohn­häu­ser von Puteaux und Sures­nes auf­sta­peln, immer wie­der von Bäu­men durch­setzt. Hin­ter dem Hip­po­dro­me de Long­champ habe ich dann auf eine direkt an der Sei­ne ent­lang füh­ren­de Stra­ße gewech­selt. An bei­den Ufer­sei­ten lagen Boo­te, nir­gends aber schien noch Betrieb in Gan­ge. Die Sicht auf den Fluss war teil­wei­se von Gebü­sch ver­deckt, erst kurz vor dem Pont de Saint-Cloud wur­de der Aus­bli­ck frei und damit auch gera­de­zu kit­schig, so schön haben sich die Bäu­me am gegen­über­lie­gen­den Ufer auf den Hän­gen gebauscht. Im Abend­licht sahen sie aus wie grü­ne Wol­ken. Plötz­li­ch war ich am Pont de Sèv­res ange­kom­men, viel zu kurz kam mir der Weg vor, so ger­ne wäre ich noch wei­ter den Fluss ent­lang gefah­ren. An der nächs­ten Vélib-Sta­ti­on habe ich das Fahr­rad abge­ge­ben und bin den rest­li­chen Weg über die Brü­cke zu Fuß gelau­fen. Ein­und­drei­ßig Minu­ten hat die Fahrt gedau­ert, sehr gute ein­und­drei­ßig Minu­ten.

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